Die Wurzeln von Design Thinking bei Apple

Das wussten Sie nicht, richtig? Alle denken, dass Design Thinking von IDEO kommt, aus den frühen Neunzigern, von Larry Leifer und Terry Winograd. Stimmt schon, aber die Wurzeln reichen zurück in die frühen Achtziger. Es Begann 1981 mit der Entwicklung des Apple Macintosh. Die dort praktizierten Prinzipien gelten bis heute und sind erfolgreich, wenn sie als Methode adaptiert und darüber hinaus dem DNA-Kern nach gelebt werden.

Das Apple Macintosh Team als erster Design Thinking Inkubator

Es ist richtig, dass IDEO als erster die Methode verkauft hat (seit 1991), aber bereits zehn Jahre vorher hat Steve Jobs mit seinem Team die Design Thinking Prinzipien gelebt und die Basis für die weltweit erfolgreichste Firma geschaffen – Apple. Nur mal zum Vergleich: Umsatz mehr als 250 Prozent von Microsoft in 2017 und mehr als 200 Prozent Profit im Vergleich zu Microsoft im selben Jahr und das als Nischenanbieter. Bevor ich darauf eingehe, einige Worte von Andy Herzfeld, einem der führenden Softwareentwickler in Steve Jobs Macintosh Team und einem der herausragendsten Software-Entwickler der frühen Stunde.

Design Thinking Wurzeln liegen bei Apple

„The original Macintosh was designed by a small team that worked long hours with a passionate, almost messianic fervor, inculcated by our leader, Steve Jobs, and the excitement that we felt during its creation shines through in the finished product. (…)

We were excited because we thought we had a chance to do something extraordinary. Most technology development is incremental, but every once in a while there’s an opportunity to make a quantum leap to a whole new level. (…)

Most commercial projects are driven by commercial values, where the goal is to maximize profits by outperforming your competition. In contrast, the Macintosh was driven more by artistic values, oblivious to competition, where the goal was to be transcendently brilliant and insanely great. (…)

Steve encouraged the Mac designers to think of ourselves as artists. In the spring of 1982, he took the entire Mac team on a field trip to a Louis Comfort Tiffany exhibition in San Francisco, because Tiffany was an artist who was able to mass produce his work, as we aspired to do. (…)

Other groups at Apple had an elaborate formal product development process, mandating lengthy product requirement documents and engineering specifications before implementation commenced. In contrast, the Mac team favored a more creative, flexible, incremental approach of successively refining prototypes. (…)

Mentalität – Spirit – Regelbruch – Nonkonformität

Ich glaube, das reicht erst mal. Es liegt auf der Hand, wer als erstes Team Design Thinking praktizierte. Apple verrät allerdings bis heute nicht, wie sie ihre genialen Produkte und Services designen. Man muss schon solche Quellen bemühen und tief in die Recherche einsteigen. Andere haben die Methode verkauft und das ist auch gut so, aber wer wirklich verstehen will, was Design Thinking ist, legt sein Lehrbuch beiseite und fängt an bei Apple bis zu den echten Wurzeln zu forschen. Den gesamten Beitrag von Herzfeld gibt es hier als PDF: The Macintosh Spirit

Es gibt einige Bücher aus der frühen Zeit von Apple, die tatsächlich nicht mehr verfügbar sind. Ich werde in Zukunft immer wieder daraus berichten und Möglichkeiten aufzeigen, wie dieser Spirit heute in Design Thinking-Projekten umgesetzt werden kann. Es gibt viele Best Practices zu Design Thinking, doch Apple überstrahlt sie alle, gemessen am Erfolg der Methode.

Schwachstelle im Design Thinking

Alle reden davon, wie toll und produktiv Design Thinking ist, doch Achtung! Diese Methode hat auch einige gravierende Schwachstellen. Am „Apple Best Practice“ können wir diese identifizieren. Morgen mehr dazu.

Smartphone-Monopole

Nokia, Blackberry und Microsoft haben alle eins gemeinsam – Sie sind irrelevant im Smartphone-Markt. Die Welt besteht nur noch aus dem Pionier Apple mit iOS und dem Nachbau Android von Google. Neben Android und iOS teilen sich alle anderen Hersteller grade noch mal 0,1 Prozent am Weltmarkt. So kann sich alles ändern. Weitere Infos bei GARTNER.

Marktanteile mit unterschiedlichen Zielen

Android ist entstanden aus der Not heraus, die Plattform für Werbebotschaften zu erweitern. Google verdient sein Geld mit Werbung. Im Gegensatz dazu verdient Apple sein Geld mit Lösungen aus Soft- und Hardware. Der Unterschied ist recht simpel. Während Apple Daten absichert, greift Google diese am liebsten bei den Anwender ab, sofern sie dem zustimmen.

Google braucht Anwenderdaten, um sie in Cash zu verwandeln. Apple dagegen braucht Cash, um Produkte an den Mann zu bringen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Daten bei Apple sicher aufgehoben sind, während sie bei Google gerne verwendet werden, um Geld aus den Daten zu erzeugen.

Fotos vom iPhone an Surface/PC senden

Fotos von einem iPhone auf einen Mac werfen ist kein Problem mit AirDrop, doch wie werfe ich ein Foto von einem iPhone auf einen Windows PC? Windows hat keine AirDrop-Technologie, doch jetzt gibt es einen Hot Fix von Microsoft. Die App nennt sich COMPANION. Eine gute Idee von Microsoft für iPhone-Nutzer, die gleichzeitig einen windows-PC oder Surface nutzen. Hier lesen Sie, wie es funktioniert.

So werfe ich Fotos mit der App Companion von Microsoft auf Windows PC/Surface

  1. Vorbereiten: Laden Sie die App Companion aus dem App Store herunter
  2. PC: Starten Sie auf dem Windows PC die Fotos App
  3. PC: Gehen Sie auf die Einstellung Import
  4. PC: Wählen Sie von „von Mobile über WIFI“
  5. PC: Es erscheint ein QR Code
  6. iPhone: Scannen Sie den QR-Code mit der iPhone App Companion
  7. iPhone/PC: Die Geräte verbinden sich. Wichtig: Beide Geräte müssen im gleichen WIFI sein
  8. iPhone/PC: Jetzt können Sie Fotos vom iPhone auf den Windows PC via WIFI übertragen

Alles zu kompliziert? So geht’s mit dem Mac

  1. Wählen Sie ein Bild aus und gehen Sie auf „teilen“ – Sie brauchen keine Extra-App
  2. Es erscheint Airdrop. Antippen und das Foto ist auf dem Mac; Fertig

Übrigens: Wenn Sie einen Website-Link via Airdrop vom iPhone auf den Mac werfen (beispielsweise ein YouTube Video), öffnet der Mac automatisch die entsprechende Website. Das geht mit Companion leider (noch) nicht.

Besser ein Hot Fix als nix

Es ist beachtlich, dass Microsoft stets Lösungen anbietet, die auch Grenzen von Plattformen überwindet. Möglicherweise ist das alles etwas kompliziert, aber die Richtung stimmt. Gerade im Business-Umfeld setzen viele Anwender einen Windows-PC oder ein Surface ein. Da ist so eine App hilfreich und erleichtert das arbeiten mit unterschiedlichen Plattformen.

AirDorp als Alleskönner – Compainion mit vielen Ausbau-Potenzialen

Während mit Microsoft Companion nur Fotos bewegt werden können, ist es möglich mit AirDrop jede Datei zwischen iPhone, iPad oder Mac zu verschieben (PowerPoints, Word, Excel Files, Fotos, PDF’s usw.). So gesehen ist AirDrop noch der Alleskönner. Vielleicht haben wir Glück und Microsoft baut seine App Companion aus, um damit beispielsweise die eigenen MS Office Dokumente vom iPhone auf den PC zu werfen. Zumindest läge es nahe, dass der Office-Hersteller ein Angebot am Start hat, um die „hauseigenen“ Dokumente zwischen Geräten hin und her zu werfen.

OneNote hatte seinerzeit auch einen holprigen Start mit einer Fülle Kritiken, die rasch mit Lösungen beantwortet wurden. Heute ist OneNote zu einer richtig guten Lösung herangewachsen. Warten wir also ab. Microsoft ist an der Arbeit. Fotos sind ehrlich gesagt ein bisschen wenig.

PS: Companion gibt’s auch für Android