Perspektivenwechsel mit Design Thinking

Design Thinking ist einer der besten Methodenansätze, um innovative Lösungen zu gestalten, die aus der Kundenbrille erlebt werden können. Früher wurden Strategien zusammen mit schlauen Beratern ausgedacht. Meistens jedenfalls. Danach galt es Vision und Ziele mit entsprechenden Geschäftsprozessen, einer klugen Aufbauorganisation und geeigneten Technologien zu verwirklichen. Heute funktioniert das nicht mehr. Doch was ist der Gegenvorschlag, der neue Lösungsansatz?

Design Thinking ändert die Perspektive

Viele Unternehmen starten große und einschneidende Digitalisierungsprojekte, aber nur wenigen gelingt es, wirklich die Perspektive der Endkunden als Start- und Zielpunkt einzunehmen. Im Projektverlauf werden regelmäßig bestehende komplexe Prozesse, die historisch gewachsen sind, als Begründung herangezogen, warum eine konsequente Ausrichtung am Kunden nicht möglich ist. Mit Design Thinking steht ein wirksames Instrumentarium zur Verfügung, um die digitale Transformation substanziell am Kunden auszurichten. Lassen Sie sich nicht einlullen in Argumente wie: „Das geht aber einfach nicht anders, weil alle Systeme genau daran ausgerichtet sind.“ Starten Sie mit der Vision, die von den Kunden gewünscht wird. Haben Sie den Mut, alte Zöpfe konsequent abzuschneiden.

Kunde, Kunde, Kunde

Ein Digitalisierungsprojekt ist dann erfolgreich, wenn sich die Transformation „ohne wenn und aber“ am Kunden orientiert. Das hat zur Folge, dass sich alles an Bedarf und Bedürfnis von Kunden ausrichtet

  • Aufbauorganisation
  • Ablauforganisation
  • IT-Plattformen und Lösungen
  • Personalauswahl und -Qualifikation

um nur einige Elemente zu nennen. Mit Design Thinking gelingt es, diese Anforderungen ins Zentrum der Transformation zu stellen. Ob mit Personakonzepten, mit Customer Journey Mapping Workshops oder auch mit einem einfach mit Design Thinking Workshops mit Kunden (und nicht mit eigenen Experten).

Wie digital ist Ihr Arbeitgeber wirklich?

Messen Sie doch mal den Grad der Digitalisierung Ihres Arbeitgebers mit ein paar einfachen Fragen. Jede positive Antwort, die mit einem „JA“ beantwortet werden kann, gibt einen Punkt. Zählen Sie im Kopf oder mit den Fingern die Punkte für Ja-Antworten zusammen. Die Kurzauswertung steht unten.

Los geht’s:

  1. Dürfen Sie private Smartphones für Emails Ihres Arbeitgebers verwenden?
  2. Verteilt Ihr Arbeitgeber auch Smartphones, die Sie privat verwenden dürfen?
  3. Können Sie auf Ihrem Dienst-Rechner auch einen getrennten Account für private Zwecke einrichten?
  4. Dürfen Sie aus unterschiedlichen Voice oder Video-Conferencing-Lösung auswählen?
  5. Sind Ergebnisse wichtiger als der Ort der Leistungserbringung?
  6. Dürfen Sie auch von zu Hause arbeiten oder an einem beliebigen Ort, den Sie wählen?
  7. Können Sie zugunsten der Familie auch noch nachts arbeiten, wenn andere schlafen?
  8. Entscheiden Teams selber, wie sie sich organisieren?
  9. Werden Ihre Ideen in Ihrem Team systematisch aufgenommen und verarbeitet?
  10. Ist es auch mal möglich, nicht erreichbar zu sein? (Gilt besonders für Führungskräfte!)
  11. Dürfen Sie unterschiedliche Feed-Kanäle nutzen (Yammer, iMessage, WhatsApp, …)?
  12. Dürfen eigene Programme auf dem Dienstrechner verwendet werden?
  13. Haben Sie Informationen/Training zum Datenschutz erhalten?
  14. Haben Mitarbeiter/innen mit mobilen Anforderungen auch mobile Geräte?
  15. Können Sie auch mal sechs Stunden komplett offline gehen, um konzentriert zu arbeiten?
  16. Haben mobile Mitarbeiter gute mobile Verträge für gute Daten- und Sprach-Lösungen?
  17. Können Sie persönlich über den gesamten Urlaubszeitraum komplett auf Firmen-Emails verzichten?
  18. Dürfen Sie auch mal rund um die Uhr arbeiten, wenn es der Firma oder dem Kunden dient?
  19. Bezahlt Ihr Arbeitgeber hin und wieder Fachliteratur zur Digitalisierung, wenn Sie die Rechnung einreichen?
  20. Dürfen Sie während der Arbeitszeit das Internet verwenden?

Einfache Auswertung

18 – 20 Ja-Antworten: Sie haben einen Traumjob. Ihr Arbeitgeber ist voll gut und digital drauf. So etwas ist nur sehr schwer zu finden. Sie leben schon heute in einer Zukunft, von der andere Menschen noch träumen. Es ist klasse, in so einem Umfeld zu arbeiten, Performance zu erbringen und auch ausgewogen zu leben.

13 – 17 Ja-Antowrten: Ihr Arbeitsumfeld scheint ganz gut auf dem Weg zu sein, doch es gibt noch Möglichkeiten zur Entwicklung nach oben. Immerhin, Ihr Arbeitsumfeld ist ganz in Ordnung und im Rahmen des aktuell machbaren scheint sich Ihr Unternehmen recht gut aufzustellen. Auf dem Weg, nicht am Ziel.

12 und weniger Ja-Antworten: Autsch! Hier gibt es dringend Handlungsbedarf. Wahrscheinlich wird in Ihrem Unternehmen mehr über Digitalisierung geredet, als wirklich angepackt und umgesetzt wird. Vielleicht noch schlimmer und es wird im Management gepennt.

Einfache Fragen – Einfache Metrik

Klar sind empirisch wasserdichte Erhebungen mit einer soliden Grundgesamtheit und repräsentativer Stichprobe, sowie geeigneten statistisch mathematischen Verfahren valider, als so ein Schnell-Check. Aber Achtung – Wir leben in disruptiven Zeiten und manchmal ist schnell handeln besser als gründlich lange planen und nix passiert. Was machen Sie jetzt mit dem Ergebnis? Wenn Sie zehn oder weniger Ja-Antworten zusammen gekratzt haben, ist das Ihre Chance. Bloß nicht kündigen. Das wäre fatal und womöglich die komplett falsche Richtung. Verändern Sie etwas, regen Sie Diskussionen an.

Übrigens: Manchmal ist es klug, einen Berater ins Haus zu holen, der sich auf das Thema digitale Transformation versteht. Man muss das Rad nicht jedes mal selber erfinden.