Wir stehen am Anfang

Tippen wir mal in den Taschenrechner: 2.000 Milliarden US$ in den USA. 500 Milliarden EUR in Deutschland. 5.000 Milliarden US$ der G20. Hier und da ein paar hundert Milliarden macht unter dem Strich mal eben 8.000 Milliarden frisch gedrucktes Geld komplett ohne Gegenleistung.

8.000 Milliarden US$ aus der Druckerpresse

Bei den Zahlen ist es jetzt auch egal, ob hier EUR und US$ vermischt werden. Eine gigantische Aufblähung der Geldmengen (jetzt bitte keine M1, M2 M3 Diskussionen, völlig Wurscht!). Dass die Kurse hier steigen ist doch komplett normal. Wer klug ist, berechnet die prozentuale Steigerung der Kurse als diametral entgegengesetzte Wertvernichtung der Ersparnisse. Leute, das Ding fliegt uns um die Ohren! Aber gewaltig.

Cash is King

Ich stelle mir die Frage, wann die Menschen merken, dass unser System und zwar unser globales System kippt. Wann werden die ersten Menschen ihr Cash sichern? Wann werden die ersten Großbanken kippen mit dem üblichen Dominoeffekt?

Aaaaaaalso, wer jetzt ein paar Tausender cash in der Tasche hat, liegt vielleicht gar nicht so verkehrt, denn setzt aus welchem Grund auch immer mal ein Run auf das Bargeld ein, weil die ersten Banken schließen und Kredit und ec-Karten einfach nicht mehr funktionieren, dann könnte es zu spät sein.

Düstere Szenarien?

Dieses Szenario ist so düster, wie der Gedanke, dass 3 Milliarden Menschen quasi Kontaktsperren haben. Doof ist nur, aktuell sind tatsächlich 3 Milliarden Menschen unter Kontaktsperre. Jetzt kommt die Sache mit der exponentiellen Entwicklung. In dem Fall meine ich nicht die Verschuldung, sondern die Covid-19 Ausbreitung. So wie es scheint, ist in vier Wochen bei weitem nicht wieder alles im Lot.

Mutig sein – Szenarien denken

Mit Visionen gehen wir ans gedankliche Ende einer Entwicklung und die aktuelle Vision ist es, wir haben die „Flatten the Curve Nummer“ mit viel Disziplin hin bekommen. Wenn das gelingt, überleben viele Menschen, die sonst sterben würden. Ökonomisch ist das jedoch alles andere, als eine erfreuliche Sichtweise. Aber – nur diese Vision hilft uns in Summe wieder auf die Zielgerade.

Es wird wohl auf einen Restart hinauslaufen. Jetzt heißt es durchhalten, Disziplin an den Tag legen und Abstand halten. Wir müssen beginnen, unsere Ziele zu kassieren und neue zu definieren. Bescheidene Ansätze helfen dabei, nicht auch noch die Zufriedenheit zu verlieren.

Veröffentlicht von

harrywessling

Harry Wessling ist Executive Advisor für digitale Transformation mit Schwerpunkt auf Organisation, Menschen, Prozesse, Vertrieb und CRM. Er ist Diplom Kaufmann und Alumni der Universität zu Köln. Seit mehr als 25 Jahren begleitet er Unternehmen in Industrie, Finanzwirtschaft und regulierten Umfeldern bei der Veränderung komplexer Strukturen und Arbeitsweisen. Seine berufliche Laufbahn begann bei Ernst und Young sowie Cap Gemini, wo er CRM Strategien und Transformationsvorhaben für Unternehmen wie Aral, E.ON, American Express und Hewlett Packard verantwortete. Als Gründer und Geschäftsführer der Axcepting GmbH war er über zehn Jahre unternehmerisch tätig und verantwortete Programme für Unternehmen wie Siemens, RWE und Zodiac Aerospace. In leitender Funktion steuerte er internationale Transformationsprogramme, unter anderem für Lufthansa Cargo und Commerzbank. Zuletzt verantwortete er als Director Professional Services bei DIGITALL globale CRM und Transformationsprogramme mit über 250 Beratern. Er ist Gastdozent für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Vertrieb und CRM an der Hochschule Bonn Rhein Sieg und Autor mehrerer Fachpublikationen, darunter „Steve Jobs’ Agenda“ mit über 500.000 Lesern.